Rot-weiß, seit 1823 im Dienst
Ideen aus Köln und dem Rest der Welt, sortiert nach dem, was die Stadt am häufigsten wählt. Wir verkaufen nichts – wir zeigen, wo es das gibt.
Rot-weiß, seit 1823 im Dienst
Zwei Türme zum Anziehen
0,2 l zum Anziehen
Neon, Stulpen, Stirnband
Karton, Silberlack, LED
Cosplay trifft Session
Die Bütt fürs Kostüm
Geht immer, kostet wenig
Eltern und Kinder im Set
Für drei und mehr
Kopf des Dreigestirns
Vier Farben, vier Antennen
Cape und Emblem
Rotkäppchen und der Rest
Barock, Perlen, Kopfschmuck
Der Urklassiker
Guten Abend, meine Damen und Herren
Hut, Weste, fertig
Der Wehrhafte im Dreigestirn
Spitzhut und Streifenstrümpfe
Für diese Auswahl liegt uns nichts vor. Weniger Filter zeigt meist mehr.
Rot-weiß, seit 1823 im Dienst
Die Uniform des Kölner Tanzkorps: rote Jacke mit Goldknöpfen, Faltenrock, weiße Stiefel. Wer sie trägt, gehört auf jeder Sitzung sofort dazu.
Die Goldtresse macht den Unterschied. Ein billiger Streifen fällt auf – lieber Borte aus dem Kurzwarenladen aufnähen als das fertige Set nehmen.
Zwei Türme zum Anziehen
Ein tragbarer Aufbau aus Karton: gotische Doppeltürme, aufgemalte Maßwerkfenster, graue Grundierung. Selbstgebaut und in keiner Menge zu übersehen.
Türme unter 1,20 m halten. Alles darüber kippt beim ersten Windstoß am Ring – und passt durch keine Kneipentür.
0,2 l zum Anziehen
Die schlanke Stange als Ganzkörperkostüm: zylindrische Form, Stadtwappen auf der Brust, Schaumkrone als Hut.
Die Schaumkrone aus Schaumstoff, nicht aus Watte. Watte saugt sich voll und hängt nach einer Stunde durch.
Neon, Stulpen, Stirnband
Neonfarbener Body, Leggings, Beinstulpen, Stirnband. Warm, bequem und tanzbar – die praktischste Wahl für einen langen Abend.
Als Gruppe die Neonfarben aufteilen statt abstimmen. Fünf verschiedene Töne wirken deutlich stärker als fünfmal Pink.
Karton, Silberlack, LED
Selbstgebauter Roboter aus Kisten: silbern lackiert, Platinenmuster aufgemalt, leuchtende Augen. Das Zeitgeist-Kostüm der Session.
Kabel und Powerbank innen mit Klebeband fixieren, bevor es losgeht. Nichts endet so schnell wie eine LED an einem losen Kontakt.
Cosplay trifft Session
Farbige Perücke, kräftiges Outfit, betonte Augen. Kommt aus der Cosplay-Ecke und ist auf den jüngeren Partys längst angekommen.
Perücke einen Abend vorher aufsetzen und kämmen. Frisch aus der Tüte sitzt keine, und auf dem Weg zur Party ist es zu spät.
Die Bütt fürs Kostüm
Überzeichneter Anzug, zu breite Krawatte, Namensschild, Spielzeugmikrofon. Karneval als politische Bühne – die älteste Tradition, die die Session hat.
Ein Requisit reicht. Wer Brille, Perücke, Schild und Plakat gleichzeitig trägt, ist niemand mehr Bestimmtes.
Geht immer, kostet wenig
Dreispitz, Augenklappe, Ringelshirt. Der sichere Griff, wenn am Donnerstagabend auffällt, dass Weiberfastnacht morgen ist.
Die Augenklappe rutscht. Ein Tropfen Textilkleber am Band, dann sitzt sie den ganzen Abend.
Eltern und Kinder im Set
Alle im gleichen Universum, jeder mit eigener Figur. Funktioniert vom Kinderwagen bis zum Erwachsenen und hält den Familienzoch zusammen.
Die Kinderkostüme eine Nummer größer kaufen und mit Gürtel raffen. Zwischen Kauf und Zoch liegen schnell drei Monate.
Für drei und mehr
Gelbe Anzüge, blaue Latzhosen, runde Brillen. Das Gruppenkostüm, das ohne Absprache funktioniert – jeder erkennt es sofort.
Die Brille selbst bauen: Einmachringe plus Gummiband sind billiger und halten länger als die Sets aus dem Karnevalsladen.
Kopf des Dreigestirns
Roter Samt, Hermelinbesatz, Krone und Zepter. Das repräsentativste Kostüm der Session – und das, bei dem am meisten schiefgehen kann.
Der Mantel trägt alles. Lieber schwerer Stoff aus dem Meterware-Laden als glänzender Polyester, der unter Saallicht wie Plastik aussieht.
Vier Farben, vier Antennen
Plüschanzüge in Rot, Gelb, Grün und Lila, jeder mit eigener Antenne. Warm wie ein Schlafsack – ideal für einen kalten Zoch.
Die Antenne mit Draht im Kapuzenfutter verankern. Aufgenäht kippt sie nach der ersten Umarmung.
Cape und Emblem
Kräftige Grundfarben, Umhang, Maske, Brustzeichen. Das Kostüm, das Kinder am zuverlässigsten mitmachen lässt.
Das Cape am Zoch kurz halten. Ein langer Umhang bleibt an allem hängen, was ein Wagen zu bieten hat.
Rotkäppchen und der Rest
Eine Familie, eine Geschichte: Rotkäppchen, Wolf, Großmutter, Jäger. Braucht Absprache, wirkt dafür als Ganzes.
Rollen früh verteilen. Der Wolf ist der aufwendigste Part und niemand fängt drei Tage vorher noch damit an.
Barock, Perlen, Kopfschmuck
Das aufwendigste Teil des Dreigestirns: Reifrock, Silberstickerei, Turmfrisur. In Köln traditionell von einem Mann getragen.
Am Kopfschmuck scheitert es meistens. Ein Drahtgestell mit Perlenband hält besser als jede Klemme – und drückt nach vier Stunden immer noch nicht.
Der Urklassiker
Rüschenkragen, Regenbogenperücke, rote Nase. So alt wie der Straßenkarneval selbst und auf jedem Zoch dreistellig vertreten.
Weiße Schminke reißt beim Lachen. Erst Fettcreme, dann Puder – dann hält sie bis zum Schluss.
Guten Abend, meine Damen und Herren
Dunkler Anzug, gescheitelte Frisur, Mikrofon. Das Kostüm lebt allein von der Haltung – je ernster, desto komischer.
Ein paar auswendig gelernte Meldungen im Karnevalston sind mehr wert als jedes Requisit.
Hut, Weste, fertig
Breitkrempiger Hut, Karohemd, Lederweste mit Stern. Funktioniert von der Kneipe bis zum Zoch und hält jedes Wetter aus.
Der Hut ist alles. Ein Filzhut sieht auch nach dem dritten Regenschauer noch aus wie ein Hut, Pappe nicht.
Der Wehrhafte im Dreigestirn
Strohhut, Kittel, Dreschflegel. Von den dreien das bodenständigste – und mit Abstand das schnellste, das sich zu Hause zusammenstellen lässt.
Fast alles hängt schon im Schrank. Karierte Hemden und Arbeitshose reichen, der Strohhut kostet ein paar Euro auf dem Markt.
Spitzhut und Streifenstrümpfe
Schwarzes Kleid, Ringelstrümpfe, Besen. Zwischen Halloween und Karneval geht das Kostüm zweimal im Jahr aus dem Schrank.
Grüne Schminke färbt den Kragen. Ein altes Shirt drunter, das nachher in die Wäsche darf.